Leise rieselt der Schnee…

Leise rieselte der Schnee. In tiefer Sorge starrten 6 Augenpaare in die eisige Mainzer Nacht. Schon vor zwei Stunden hätten die ersten Trampoliner Mainz erreicht haben müssen. Doch außer Schneeflocken war nichts zu erspähen. Gegen 22 Uhr erschallte plötzlich ein Freudenschrei – eine dunkle Gestalt näherte sich erstaunlich leichtfüßig. Es war Gilles, Trampoliner aus Stuttgart. Mit Freudensprüngen, wie von Trampolinern ja nicht anders zu erwarten, wurde er von den sehnsüchtig Wartenden empfangen. "Der erste, er ist da, vielleicht kommen die anderen ja doch noch." Kurz darauf trafen auch die anderen Stuttgarter ein, die anscheinend schon eine Stunde lang durch die Mainzer Straßenschluchten geirrt waren. Naja, am besten lassen wir Mainz das nächste Mal von Auswärtigen beschildern, die wissen am besten, wo sie sich immer verfahren…

Mit besonderer Freude stürzte sich Kerstin auf die Neuankömmlinge – um schnell die Gebühren einzutreiben. ūüôā

Nach den Stuttgartern trudelten allmählich die anderen Springer ein, und Kerstin hatte eine wunderschöne Zeit – beim Geldeintreiben. Diese "Superkassiererin" (lt. Martin) kann von nun an gegen einen geringen Unkostenbeitrag für Wettkämpfe ausgeliehen werden. Formlose Anträge bitte schicken an: 

Nach Bezahlung, Ankunft, Verköstigung und Trank verzogen sich die letzten gegen 5 Uhr morgens in die Schlafhallen, damit Kerstin zwei Stunden später mit den Vorbereitungen für’s Frühstück beginnen konnte.

Am nächsten Morgen, irgendwann dann, nach duschen, Frühstück, Geräte aufbauen, aufwärmen und einspringen, Leute-in-die-Springhalle-treiben und Vorstellung der gelben T-shirtler konnte das 6-Tage-Rennen mit einer Stunde Verspätung anfangen. Es gab 4 verschiedene "Pflichten" in denen jeweils Gruppen von 4 oder 5 Leuten gegeneinander antraten. Leider waren in der 4. Pflicht nur 3 Leute, so daß diese sowohl im Vorkampf als auch im Finale gegeneinander antreten mußten.

Die anderen Gruppen waren zahlreicher vertreten, so daß es in der ersten Pflicht 2 Gruppen gab, in der 2. und 3. Pflicht jeweils 3. Durch die Regelung, bestimmte Sprünge auszuschließen, war es, auch für nicht so geübte Springer möglich, in der nächst höheren Klasse zu springen, so wurde z.B. in einer der dritten Gruppen der Barani ausgeschlossen.

Der Wettkampfablauf wurde dieses Jahr in leicht veränderter Form durchgezogen. Zwar war Martin auch dieses Mal wieder Wettkampfleiter, aber anstatt alle Gruppen, wie letztes Mal, die vier Durchgänge auf einmal durchspringen zu lassen, wurde diesmal in zweimal zwei gesprungen. Dies gab einigen die Möglichkeit, in der Zwischenzeit noch einige fiese Sprünge einzustudieren und abzugucken. So war denn auch zwischen dem ersten und zweiten Runde eine Veränderung zu sehen. Während in der ersten Runde hauptsächlich "normale" Sprünge zu sehen waren, kamen in den zweiten Durchgängen und im Finale dann auch Doppel- und Spezialsprünge zum Vorsprung. Ins Finale kamen die jeweils zwei Besten der einzelnen Gruppen. Im Falle von Punktgleichheit wurde der Einzug ins Finale ausgemüllert, was Peter und Mark ins Finale brachte und Mark später auch zum Sieg in seiner Pflicht verhalf. Leider gab es während des Finales einem Unfall und Olli mußte nach einem Absturz ins Krankenhaus gebracht werden. Zur Fete war er aber wieder zur Stelle und konnte mit uns ins neue Jahr feiern.

Ein ganz großes Lob gilt den Kampfrichtern, denn nicht nur die Aktiven mußten sich die Reihenfolge der Sprünge merken, sondern auch die Kampfrichter hatten viel zu tun. Das trainiert aber auch für’s nächste Mal…

Und da Sascha sogar ins Finale kam, hat sie nun keinen Grund mehr sich vor dem 6-Tage-Rennen zu drücken!!

Zwischen Finale und Duschfete wurde der Preis, eine Duschfetenausrüstung, für die schönste, fristgerechteste, nicht auf Papier geschriebene Meldung vergeben. Wie letztes Mal fiel der Preis auch diesmal an Braunschweig, die uns ein Alle-Obengenannten-Kommen-T-shirt zukommen ließen. Andere fristgerechte, nicht auf Papier geschriebene Meldungen waren eine nett gestaltete E-mail von Astrid für die Heidelberger, die aufgrund von E-mailproblemen doch noch per Post verschickt werden mußte, und ein Telefongespräch mit Udo für die Oldenburger. Es gingen auch noch andere fristgerechte E-mails und Telefonate ein, für die jedoch keine Ansprüche auf Berücksichtigung für die Duschfetenausrüstungsverleihung erhoben wurden.

Obwohl (oder vielleicht gerade weil) es dieses Jahr für die Duschfete genügend warmes Wasser gab, hielt das zwei Herren der Schöpfung nicht davon ab sich zwischenzeitlich in den Schnee zu legen und Engelchen zu spielen. Glücklicherweise dauerte die Duschfete länger als erwartet, so daß es niemandem auffiel, daß das Essen für die Fete erst mit einiger Verspätung eintraf. Das Curry erwies sich als ein wenig scharf (Rezept: Man nehme eine Dose Curry, extra hot…), was von einigen begrüßt wurde (wärmt den Magen), von anderen als nicht so gut empfunden wurde (wirkt sich aber positiv auf den Getränkekonsum aus). Aber es gab ja noch Salate und Kuchen.

Eines der "Engelchen" legte für die Urkundenschreibenden einen "Urkundenstrip" hin, der später bei der Siegerehrung leider nicht mehr wiederholt wurde, aber seinen ersten Platz hatte er sowieso schon sicher. Auf diese Weise schafften wir es aber die Siegerehrung noch gut vor Beginn des neuen Jahres zu beenden, und auch Ynnette und Nostoc mußten ihren Sanikoffer nicht noch mal hervorkramen.

Über Feten etwas zu schreiben ist immer so mühsam, deswegen lasse ich’s auch im wesentlichen. Die Musik wurde von Nostoc und Jens übernommen und um 24.00 Uhr gab’s Sekt für alle sie ihn wollten. Diesmal gingen die letzten erst in’s Bett, als Kerstin anfing eine Stunde verfrüht Frühstück zuzubereiten. Sie und die etwas später anrückende Sascha wunderten sich dann auch über den ausbleibenden Strom von Frühstücklern. Als dann gegen 10 Uhr der erste Geist erschien um sich eine Flasche Wasser zu holen wurde er denn auch direkt dabehalten, damit wenigstens irgend jemand frühstückt. Als die anderen dann später antanzten, durfte er auch wieder gehen. Nächstes Mal gibt’s Frühstück erst um 12!!!

Fazit: Uns hat’s Spaß gemacht und wir freuen uns auf Silvester 1998/1999! ūüôā

von Camilla Schulze

Nachzulesen auf den alten Seiten der TU Darmstadt

Mirko Bott